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Der Duft von frisch gerösteten Haselnüssen ist unverkennbar – wärmend, nussig und verlockend. Doch hinter diesem einfachen Aroma verbirgt sich eine Geschichte von Jahrhunderten, die in den sanften Hügeln des Piemont ihre Wurzeln hat. Die Haselnüsse von Langhe sind nicht bloss eine Zutat; sie sind ein kulinarisches Erbe, das die Schweizer Gastronomie seit Generationen prägt. Die Region Langhe, die 2014 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, produziert etwa 70 Prozent der weltweiten Haselnüsse – rund 100’000 Tonnen pro Jahr. Für ein Land wie die Schweiz, das Qualität und Herkunft seiner Zutaten schätzt, sind diese piemontesischen Haselnüsse von unschätzbarem Wert.
Die Geschichte und das Terroir von Langhe
Die Haselnusskultur in Langhe reicht bis in die römische Antike zurück. Doch erst im Mittelalter, als Mönche und Bauern ihre Anbautechniken verfeinerten, entwickelte sich die Region zu einem Zentrum der Haselnussproduktion. Über Jahrhunderte hinweg perfektionierten die Familien des Piemont ihre Handwerkstechniken, bis Langhe schliesslich zur unumstrittenen Haselnuss-Hauptstadt der Welt wurde.
Das Geheimnis liegt im Terroir – jenem einzigartigen Zusammenspiel von Boden, Klima und Geografie. Die Hügel von Langhe, die sich zwischen 200 und 600 Metern erhöhen, bieten ideale Bedingungen. Der nährstoffreiche Boden, die gemässigten Temperaturen und die Feuchtigkeit des Tanaro-Flusses schaffen ein Mikroklima, das Haselnüsse mit unvergleichlicher Qualität hervorbringt. Im Vergleich zu anderen Anbauregionen wie der Türkei oder Oregon produzieren die Haselnüsse von Langhe einen höheren Ölgehalt – zwischen 48 und 52 Prozent – und ein charakteristisches Geschmacksprofil mit buttrigen, leicht süsslichen und subtil erdigen Noten.
Die Kunst des Anbaus und der Ernte
Die Haselnussplantagen von Langhe sind kein Werk der Industrialisierung, sondern das Ergebnis handwerklicher Meisterschaft. Jedes Jahr folgt einem sorgfältig orchestrierten Rhythmus: Im Frühjahr treiben die Knospen aus, der Sommer bringt Wachstum und Reifung, und im August und September beginnt die Ernte – eine Zeit, die die Region in Aufregung versetzt.
Die Pflanzendichte und der Schnitt der Bäume sind das Ergebnis von Jahrhunderten der Optimierung. Erfahrene Landwirte wissen genau, wie viel Ast entfernt werden muss, um die Nussqualität zu maximieren. Diese traditionellen Techniken übertreffen häufig moderne Methoden – ein Beweis dafür, dass nicht alles durch Technologie verbessert werden kann.
Die Ernte selbst ist ein arbeitsintensiver Prozess. Während mechanische Verfahren Zeit sparen, bewahrt die Handpflückung die Qualität. Nach der Ernte folgt der kritischste Schritt: das Trocknen. Premium-Haselnüsse benötigen vier bis sechs Wochen sorgfältiger Trocknung – entweder traditionell an der Sonne oder in modernen Kontrollkammern – um das optimale Geschmacksprofil zu erreichen. Etwa 90 Prozent der Haselnüsse von Langhe werden mit nachhaltigen Methoden angebaut, ein Zeichen für das Engagement der Region gegenüber der Umwelt.
Langhe-Haselnüsse in der Schweizer Küche
Für die Schweizer Gastronomie sind Langhe-Haselnüsse unverzichtbar. Sie sind das Herzstück der Schweizer Schokoladenproduktion – eine Verbindung, die bis zu den Anfängen der modernen Schweizer Schokolade zurückreicht. Haselnüsse verleihen Pralinés ihre charakteristische Cremigkeit und Tiefe. Haselnüsseöl bereichert traditionelle Schweizer Gebäcke und Konfektüren.
Doch die Anwendungen gehen weit über die klassische Schokolade hinaus. Michelin-Sterne-Köche nutzen Langhe-Haselnüsse als Signaturzutat in innovativen Gerichten. Haselnüsse passen hervorragend zu dunkler Schokolade, Kaffee, Vanille und Karamell – Kombinationen, die in Herbst- und Winterdesserts glänzen. Auch in der modernen Craft-Cocktail-Bewegung finden Haselnüsse ihren Platz, etwa in Haselnüsslikören oder als Öl-Infusionen.
Etwa 65 Prozent der Premium-Bäckereien in der Schweiz beziehen inzwischen gezielt Haselnüsse aus Langhe. Diese Zahl zeigt, wie tief die Verbindung zwischen Qualität und Herkunft in der Schweizer Kulinarik verankert ist.
Praktische Tipps für Geniesser
Beim Kauf von Haselnüssen sollten Sie auf das IGP-Siegel (Indicazione Geografica Protetta) achten – dieses Zertifikat garantiert Authentizität und Herkunft. Spezialisierte Händler, Online-Plattformen und direkte Verbindungen zu Langhe-Produzenten bieten Zugang zu diesen kostbaren Nüssen.
Lagern Sie Haselnüsse kühl und trocken, idealerweise in luftdichten Behältern. Frisch geröstete Haselnüsse als Snack, Haselnüssmus zum Frühstück oder gemahlene Haselnüsse in glutenfreiem Gebäck – die Möglichkeiten sind endlos.
Blick in die Zukunft
Die Nachfrage nach Premium-Haselnüssen wird in den nächsten fünf Jahren um etwa 25 Prozent steigen. Langhe-Bauern bereiten sich auf Klimaveränderungen vor, während Direct-to-Consumer-Modelle Produzenten und Verbraucher näher zusammenbringen. Bio- und biodynamische Zertifizierungen gewinnen an Bedeutung, und innovative Haselnüss-basierte Produkte entstehen kontinuierlich.
Haselnüsse von Langhe sind mehr als nur eine Zutat – sie sind ein Symbol für Tradition, Nachhaltigkeit und unvergleichliche Qualität. Entdecken Sie die Geschmackswelt dieser ausserordentlichen Nüsse, besuchen Sie einen lokalen Spezialitätenhändler oder erkunden Sie direkte Bezugsquellen von Langhe-Produzenten. Ihre Gaumen werden es Ihnen danken.